Ein Liberaler aus Überzeugung – von Stormarn bis nach Brüssel
Mit ihm verliert die FDP Ammersbek nicht nur ein langjähriges Mitglied, sondern eine der prägenden Persönlichkeiten des liberalen Schleswig-Holsteins der vergangenen Jahrzehnte.
Werner Zywietz trat 1964 in die FDP ein, in einer Zeit, als die Partei noch um ihre Stellung in der deutschen Parteienlandschaft kämpfte. Er blieb ihr treu, durch Höhen und Tiefen,
über mehr als sechs Jahrzehnte. Das allein sagt viel über seinen Charakter.
Seine politische Laufbahn begann im Kreis Stormarn: Von 1966 bis 1972 saß er im Kreistag und legte dort das Fundament für eine bemerkenswerte Karriere.
Der Bundestag rief zweimal, von 1972 bis 1983 und erneut von 1987 bis 1994. Als energiepolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion war er an konkreten Gesetzgebungsvorhaben beteiligt,
darunter das Heizöl-Kennzeichnungs-Gesetz. Politik als Handwerk, nicht als Selbstdarstellung: Das war Werner Zywietz.
Sein Engagement reichte über die nationalen Grenzen hinaus. Von 1977 bis 1979 wirkte er als Mitglied des Europäischen Parlaments, später als stellvertretendes Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates.
Auch auf Landesebene trug er Verantwortung: Von April 1983 bis April 1985 führte er die FDP Schleswig-Holstein als Landesvorsitzender, 1984 wurde er in den Bundesvorstand der FDP gewählt.
Werner Zywietz war einer, der anpackte: Als Diplom-Kaufmann, als Reserveoffizier, als Parlamentarier, als Parteimann. Und er war eines der lebendigen Beispiele dafür, dass liberale Politik aus Stormarn heraus Gewicht haben kann.
Wir gedenken seiner mit Respekt und tiefer Dankbarkeit.
FDP Ortsverband Ammersbek
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